Programme
Die Faszination der Goldenen Zwanziger
Kaum den Schrecken und Wunden des Ersten Weltkriegs entkommen, stürzten sich die Menschen – besonders in Berlin – mit Lebenshunger in Kunst, Musik und wilde Nächte. Bühnen wurden zur Spielwiese für scharfsinniges Kabarett, das mutig Missstände anprangerte, weibliche Emanzipation feierte und queeres Leben sichtbar machte. Während obenauf der Glanz, das Gold und glitzernde Nächte lockten, war darunter stets die dunkle Strömung von Unsicherheit, Armut und der Ahnung kommender Stürme spürbar. So entstand eine Ära voller Euphorie und Brüchigkeit – deren „Tanz auf dem Vulkan“ uns bis heute in ihren Bann zieht.
In meinen szenischen Programmen erwecke ich das Repertoire der Weimarer Republik und der Exilkünstler:innen zum Leben – stets aus heutiger Perspektive und mit Bezug zur Gegenwart. Die Werke der Kunstschaffenden der Weimarer Republik regen zum Nachdenken über gesellschaftliche Entwicklungen an, machen Mut und vermitteln Lebensfreude – und brauchen wir nicht genau das auch heute wieder ganz dringend?
In „Gold und Asche“ begegnen Sie Künstler:innen, die die Entwicklungen der Zeit mit Humor und Scharfsinn kommentieren. „Sprich leise“ geht dem Thema anhand der Liebesgeschichte von Lotte Lenya und Kurt Weill nach, die Vertreibung und Exil standhalten musste. Und in „Chanson und Salon“ haben Sie nach dem Konzert die Möglichkeit, sich mit uns und dem Publikum über das Gehörte auszutauschen. Für mehr Information klicken Sie einfach auf die Kacheln.
